Was sollte man sich aus Liebe zu den Kollegen am Arbeitsplatz nicht zu essen machen
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Was sollte man sich aus Liebe zu den Kollegen am Arbeitsplatz nicht zu essen machen?

Ein humorvoller, aber ernst gemeinter Leitfaden für das Büro

Im Büro gilt oft das ungeschriebene Gesetz: Was du isst, riecht nicht nur für dich. Während man zu Hause ohne Bedenken deftige Gerichte genießen kann, sieht es im Großraumbüro oder der Teeküche ganz anders aus.
Gerade bei stark riechenden Speisen ist die kulinarische Freiheit manchmal besser auf die eigenen vier Wände beschränkt.
Hier erfährst du, welche Gerichte aus Liebe zu den Kollegen besser nicht in der Büroküche landen sollten – und warum.

Dosenfisch in Variationen – Der Klassiker unter den Bürogerüchen

Thunfisch, Makrele, Sardinen oder Hering aus der Dose sind lecker, reich an Omega-3-Fettsäuren und schnell zubereitet. Leider haben sie einen Geruch, der sich blitzschnell im gesamten Stockwerk verteilt – und sich hartnäckig in Polstern, Kleidung und sogar im Druckerpapier festsetzt.

Egal, ob pur gegessen, als Brotbelag oder im Nudelsalat – Dosenfisch in Variationen ist im Büro ein olfaktorischer Ausnahmezustand.

Besser: Den Thunfisch-Salat am Abend zu Hause genießen und im Büro auf eine geruchsneutrale Alternative wie Hähnchenbrust oder Käse umsteigen.

Kohlrouladen – Herzhaft, deftig, aber intensiv

Kohlrouladen sind ein Soulfood-Klassiker. Der würzige Kohl-Duft, kombiniert mit der Fleischfüllung, mag in der eigenen Küche gemütlich wirken – im Büro wirkt er dagegen wie ein permanenter Feueralarm für die Nase.

Die intensive Duftnote verfliegt nicht nach ein paar Minuten, sondern begleitet das Team oft den ganzen Nachmittag. Besonders in kleinen Pausenräumen mit schlechter Lüftung wird aus einer warmen Mahlzeit schnell ein Geruch, der Projekte sabotieren kann.

Besser: Kohlgerichte am Wochenende kochen und ins Büro lieber milde Gemüsepfannen oder Pasta mitbringen.

Innereien im Teigmantel – Geschmackssache mit Geruchsintensität

Leber, Herz, Nieren oder andere Innereien sind eine Delikatesse für Liebhaber – aber nicht für die empfindlichen Nasen deiner Kollegen. Wird das Ganze dann noch im Teigmantel gebacken oder frittiert, verstärkt sich der Geruch zusätzlich durch das heiße Fett.

Im Büro kann diese Kombination für konsternierte Blicke sorgen – besonders, wenn nicht jeder auf Anhieb erkennt, was genau sich da auf dem Teller befindet.

Besser: Innereiengerichte zu Hause in Ruhe genießen, wo sie die Anerkennung bekommen, die sie verdienen.

In sauer eingelegtem Sud – Essigduft im ganzen Büro

Rollmöpse, Mixed Pickles, Bismarckhering oder sauer eingelegte Eier – für manche ein kulinarischer Hochgenuss, für andere eine Geruchskatastrophe in Glasform. Der kräftige Essigduft verteilt sich rasend schnell, und selbst gut gemeinte Angebote an die Kollegen können ins Gegenteil umschlagen.

Essig-Schwaden im Pausenraum sind ähnlich diplomatisch wie ein unbezahlter Parkplatz im Chef-Büro – man spricht noch lange darüber.

Besser: Sauer eingelegtes als Snack für zu Hause oder beim Picknick im Freien genießen.

Fazit: Büro-Etikette beginnt auf dem Teller

Aus Liebe zu den Kollegen lohnt es sich, im Büro auf milde, geruchsneutrale Speisen zu setzen. Natürlich soll jeder essen dürfen, was er mag – doch im Gemeinschaftsraum gilt die goldene Regel: Dein Essen sollte nicht das Arbeitsklima beeinflussen.

Ein wenig Rücksicht sorgt dafür, dass der Teamgeist gestärkt bleibt – ganz ohne „Aromen-Überraschungen“.